Anbietervergleiche
Viele Webseiten bieten heute Anbietervergleiche an, besonders im Finanzbereich. Sicherl sind solche Vergleiche oft dem Verbraucher eine große Hilfe, um Preise zu vergleichen und den besten Anbieter zu finden. Allerdings sollte man dem Ergebnis dieser Vergleiche nicht blind vertrauen, denn es gibt erhebliche Qualitätsunterschiede zwischen den Vergleichen, weshalb man auf Einiges achten sollte.
Ein Tipp ist es daher unter anderem, dass man darauf achtet, dass der Vergleich objektiv ist, soweit dieses möglich ist. In vielen Fällen hat ein Vergleich nämlich vor allen Dingen die Funktion, den Verbraucher anschließend auf die Webseite des angeblich besten Anbieters zu „locken“. Der Betreiber der Vergleichsseite erhält für eine erfolgreiche Vermittlung eine Provision. Dieses ist zwar nichts Verwerfliches, aber aufgrund der Tatsache, dass gerade im Bereich Geldanlage und Kredite die unterschiedlichen Anbieter auch verschieden hohe Provisionen zahlen, kann ein Vergleichsergebnis natürlich auch schon einmal einen bestimmten Anbieter „bevorteilen“.
Aber auch wenn man als Verbraucher davon ausgehen kann, dass der Vergleich völlig objektiv und neutral durchgeführt wird, sollte man noch auf weitere Aspekte achten. Dazu gehört beispielsweise, dass man soweit dieses möglich ist überprüft, ob die Daten, die dem Vergleich zugrunde liegen, auch noch aktuell sind. Werden zum Beispiel Fonds mit ihren Renditen verglichen, und stammen diese Renditen aus 2006, dann hilft dem Anleger das nicht sehr viel, denn die Renditen in 2008 oder 2009 können davon bereits stark abweichen.
Falls man sich also aufgrund eines Anbietervergleiches für den Anbieter A oder den Anbieter B entschieden hat, dann sollte man im Einzelnen, zum Beispiel auf dessen Webseite, überprüfen, ob die Konditionen aus dem Vergleich auch mit den derzeit aktuellen Konditionen des Anbieters wirklich übereinstimmen. Nicht immer gibt es offensichtliche Fehlbeurteilungen bei Vergleichen, von daher sollte man als Verbraucher insgesamt relativ kritisch sein.